Andreas 58 Jahre
Ich habe mein ganzes Leben, soweit ich mich erinnern kann immer mit zu viel Kilo zu kämpfen gehabt. Unzählige Diäten haben immer dazu geführt, dass eine Gewichtsabnahme erfolgreich war aber im Nachgang ging das Gewicht immer wieder hoch und dann auch über das vor der Diät begonnene Gewicht. Auch private Ernährungsberatungen brachten nicht den gewünschten Erfolg. Es wurden die gesundheitlichen Begleiterkrankungen immer schlimmer und auch die Lebensqualität litt zu nämlich. Atemnot, Bluthochdruck, Schlafapnoe, Depression nur ein kurzer Auszug. Mein höchstes Kampfgewicht 177 kg bei einer Körpergröße von 181 cm. 2019 entschied ich mich an einer Informationsveranstaltung im Kranken-haus Friesoythe teil zu nehmen. Die anschließende Untersuchung BMI >50, verkürztes Verfahren über das Krankenhaus. Ich habe alle Termine bei den verschiedensten Ärzten inkl. Psychologen, Magenspiegelungen und Ernährungsberatung war genommen. Auch der Besuch dieser Selbsthilfegruppe war Pflicht. Diese Termine waren für mich auch eine große Unterstützung, da mir die Möglichkeiten, Vor- und Nachteile von Betroffenen berichtet wurden. Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, alle Vorteile und auch die Nachteile ab gewägt. Fragen wie habe ich Erfolg oder was kann ich noch essen, was muss ich zusätzlich an Medikament, Supplemente nehmen. November 2020 die Operation Magenbypass im St.-Marien-Hospital Friesoythe. Kurzum – Alles wurde besser ! Klar es ist ein großer Eingriff aber heute überwiegen aus meiner Sicht die Vorteile. Ich habe bis heute 2025 mein Gewicht auf ca. 100 kg reduziert. Mal 1-2 kg wieder rauf dann wieder runter, was aber vollkommen normal ist.. Ich habe kein Problem mit Bluthochdruck, Atemnot mehr – Schlafapnoe ist in Griff . Ich kann das Gewicht halten. Die Essensportionen sind immer noch viel kleiner als vor der Operation und das wird auch so bleiben. Klar muss ich auf meine Ernährung achten, Supplemente einnehmen und auch Eiweiß vermehrt aufnehmen.
Klar gab es bei mir auch einige Nachteile. Ich musste nachoperiert werden, da ich an Dumpings gelitten habe. dass hieß bei mir plötzlicher Durchfall. Es wurde ein sogenannter Minimizer eingesetzt, da der Übergang Speiseröhre Magen zu groß war. Auch muss ich persönlich darauf achten wie viel ich esse und immer sehr langsam essen und gut kauen, da mein Sättigungsgefühl sehr spät einsetzt. Wenn ich nicht darauf acht wird mir dann schnell übel.
Aber die Nachteile überwiegen nicht das gewonnen Lebensgefühl und Lebensqualität.. Ich kann mich sportlich betätigen und leide an keiner Schnappatmung. Ich kann in normalen Geschäften Bekleidung kaufen.